Anmerkungen zur Datça-Halbinsel
 
Das 8000-Einwohner-Städtchen Datça liegt auf einer nur wenige Kilometer schmalen, etwa 100 Kilometer langen und über 1100 Meter hohen, gebirgigen, waldreichen Halbinsel zwischen Ägäis und Mittelmeer.
Auf Schritt und Tritt stößt man hier auf die Überreste der altgriechischen Stadt Knidos und der byzantinischen Kultur. Knidos war ab 700 v.Chr. Mittelpunkt der dorischen Hexapolis zwischen Kos, Rhodos und Harlikanassos, heute Bodrum.
Türkische und deutsche Archäologen arbeiten hier in Semesterferien-Projekten in der vor zwei Jahrtausenden 100.000 Einwohner zählenden Stadt Knidos an der Westspitze der Halbinsel und versuchen das laut Herodot nach Olympia und Delphi wichtigste Heiligtum der Griechen, den Apollo-Tempel Triopion in der Mitte der Halbinsel nachzuweisen - einen Orakelplatz, an dem sich alljährlich die dorischen Fürsten, Krieger, Sportler, Musiker und Theaterleute der Hexapolis zu Beratungen, Wettkämpfen und Kulturveranstaltungen trafen. In Knidos lehrte der Astronom Eudoxos, war der Architekt Sostratos zuhause, der den hundert Meter hohen Leuchtturm vor Alexandria baute.
Datça
Türkische und deutsche Archäologen arbeiten hier in Semesterferien-Projekten in der vor zwei Jahrtausenden 100.000 Einwohner zählenden Stadt Knidos an der Westspitze der Halbinsel und versuchen das laut Herodot nach Olympia und Delphi wichtigste Heiligtum der Griechen, den Apollo-Tempel Triopion in der Mitte der Halbinsel nachzuweisen - einen Orakelplatz, an dem sich alljährlich die dorischen Fürsten, Krieger, Sportler, Musiker und Theaterleute der Hexapolis zu Beratungen, Wettkämpfen und Kulturveranstaltungen trafen. In Knidos lehrte der Astronom Eudoxos, war der Architekt Sostratos zuhause, der den hundert Meter hohen Leuchtturm vor Alexandria baute.
Aphrodithe Hier errichtete der Bildhauer Praxiteles 361 v.Chr. das berühmte Standbild der Aphrodite über der Hafeneinfahrt.
Ein Küstenstreifen zwischen Triopion und Datça birgt ein bisher allerdings nur Geologen und dem Umweltschutzverein Datça bekanntes "Naturwunder" - das "Gebekum", türkisch für "Schwangerer Sand". Es besteht aus sechs Millionen Jahre alten Dünen, die die Geschichte der Fauna und Flora des Mittelmeers seit dem Pliozän bergen.
Trotz Anerkennung seiner Bedeutung durch die Regierung in Ankara war es bis März 2004 durch Bauunternehmer, die den Dünensand seit Jahrzehnten zum Häuserbauen abgruben, von der Zerstörung bedroht. Es wurde nun durch eine Spendenaktion und die Arbeit des Vereins für Umwelt und Sanften Tourismus Dacev gerettet.
Datça selbst ist Kreisstadt für einige Dörfer, in denen Oliven, Mandeln, Zitrusfrüchte, Tomaten, Gemüse und Kürbisse angebaut werden.
An den bislang vom europäischen Massentourismus verschont gebliebenen Stränden und Hängen verbringen in den drei Sommermonaten vor allem Familien aus Ankara, Istanbul und Izmir ihren Jahresurlaub in Genossenschaftssiedlungen. Dann leben auf der Datça-Halbinsel bis zu 30.000 Menschen, im Rest des Jahres sind es etwa 10.000, weit weniger als im 4. Jahrhundert des Praxiteles.
Siehe dazu die Internetseite www.gebekum.de, hier vor allem "Kunst".
Auch hier mal schauen: www.kemper-vareller.com